Kloster Arnsburg
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Eine (sehr) kurze Geschichte des Freundeskreises

Gut 150 Jahre nach Aufhebung des Zisterzienserklosters gründete sich 1960 der Freundeskreis Kloster Arnsburg. Teile der Klosteranlage – die Kirche, der Ostbau und die gut anderthalb Kilometer lange Umfassungsmauer – waren seinerzeit so stark zerstört und teilweise abgetragen, dass ein völliger Verfall zu befürchten war. Dies konnte der Freundeskreis verhindern.

Die Erhaltung der mittelalterlichen Bauten war und ist das Hauptziel des Vereins. Aufgrund seiner Mithilfe konnten die Kirchenruine, der Ostbau und die Umfassungsmauer saniert werden. Zuletzt erhielt der Ostbau einen Aufzug, um den barrierefreien Zugang zum Dormitorium zu gewährleisten. Die aus späteren Zeiten stammenden, vermietbaren Gebäude – Pfortenbau, Mühle, Bursenbau, Abteigebäude, Prälatenbau, Küchenbau und Gartenhaus des Abts – unterhält der Eigentümer, der Graf zu Solms-Laubach.

Silberne Halbkugel
Die »Silberne Halbkugel«

Das Nationalkomitee für Denkmalschutz ehrte die Arbeit des Freundeskreis 1987 mit der »Silbernen Halbkugel«. In der Urkunde heißt es: »Mit seinem bei­spiel­haften Einsatz, dem Umfang und der denkmal­pflege­rischen Qualität der materiellen und ideellen Leistungen hat der Freundes­kreis in heraus­ragender Weise dazu beigetragen, Interesse und Ver­ständnis für die Auf­gaben und Ziele des Denkmal­schutzes in der Öffentlichkeit zu fördern.« Eine weitere Ehrung erfuhr der Freundeskreis 2016, als sein langjähriger Vorsitzender Ernst Klingelhöfer den Hessischen Verdienstorden am Bande erhielt.

Das zweite Ziel, die Erforschung der Klostergeschichte, musste gegenüber dem Erhalt der Kloster­bauten etwas kürzer treten. Und doch konnte auf dem außerhalb des Klosters gelegenen Hainfeld die ehemalige Burg der Herren von Arnsburg (später von Münzenburg) ausgegraben werden. Die Fundamente der im Mittelalter fast vollständig abgebrochenen Burg wurden wieder aufgemauert, um die Anlage sichtbar zu machen. Zudem gibt eine Dauerausstellung im Mönchsaal einen kurzen Überblick über die Geschichte des Klosters Arnsburg.

Buch

Das dritte Ziel ist, »das Interesse für Arnsburg in weiteren Kreisen zu fördern«, ohne den Charakter einer besinnlichen Stätte aufzugeben. Dies geschieht durch ein vielfältiges und ab­wechslungs­reiches Veranstaltungs­pro­gramm: Kunst­aus­stellungen, Kon­zerte, Gottes­dienste, Dichter­lesungen, Vor­träge, Kloster­führungen und Bildungs­fahrten. Für Konzerte und Aus­stellungen konnte der riesige Schlaf­raum der Mönche (das Dor­mi­torium) und der Mönchsaal (das ehemalige Parlatorium) hergerichtet werden. Der Freundes­kreis hat darüber hinaus mehrere Publikationen her­aus­gegeben. In erster Linie ist dabei der 1989 in der Reihe »Die blauen Bücher« erschienene Band »Kloster Arnsburg« von Otto Gärtner und Helmut Lindloff zu nennen, der mittler­weile in der dritten Auflage vorliegt. Mit seinen zahlreichen Aktivitäten konnte der Freundeskreis in den letzten Jahrzehnten einem großen und bunten Publikum die kulturelle Bedeutung Arnsburgs vor Augen führen.

Der Freundeskreis finanziert sich hauptsächlich aus Mitgliedsbeiträgen (momentan € 10 im Jahr), Spenden, den Eintrittsgeldern für Kirchenruine, Dormitorium und Mönchsaal (momentan € 2) sowie dem Verkauf von Postkarten und Informationsmaterial.

Mehr über die Arbeit des Freundeskreises Kloster Arnsburg e.V. können Sie an dieser Stelle bald in der Chronik erfahren.

Weihnachtsbriefarchiv

Hier können Sie sich die Weihnachtsbriefe der letzten Jahre jeweils als .pdf-Datei herunterladen.

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© Freundeskreis Kloster Arnsburg e.V., 2017