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Bursenbau
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Pfortenbau
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Gartenhaus
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Küchenbau
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Kreuzgang
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Prälatenbau
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Abteigebäude
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Mühle
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Die beschrifteten Gebäude sind anklickbar.

Kloster Arnsburg
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Rundgang durch das Kloster

Ludtbild
Luftaufnahme der Klosteranlage, August 2014

Das ehemalige Zisterzienserkloster Arnsburg liegt am Nordrand der Wetterau in einer Flussschleife der Wetter, die der fruchtbaren Landschaft im Norden von Frankfurt am Main den Namen gab. Zwischen Lich und Butzbach gelegen ist es heute ein beliebtes Ausflugsziel, umgeben von einer herrlichen Landschaft mit schönen Wanderwegen und prächtigen Ausblicken.

Eine Statue des heiligen Bernhard von Clairvaux begrüßt uns, die Besucherinnen und Besucher des Klosters, über der Tordurchfahrt des barocken Pfortenbaus (1774 bis 1777 nach Plänen von Coelestinus Wagner errichtet). Auf der Hofseite des Gebäudes thront an gleicher Stelle Maria, die Schutzpatronin des Zisterzienserordens. Beide Statuen hat der Mainzer Bildhauer Nikolaus Binterim geschaffen, der seit 1750 am Hof des Mainzer Erzbischofs und Kurfürsten arbeitete. Rechts des Pfortenbaus steht langgestreckt die große Scheune, in der die Mönche früher die Abgaben an das Kloster lagerten.

Bursenbau
Bursenbau

Einige Schritte weiter erhebt sich links der Bursenbau (Erdgeschoss um 1250), dessen oberes Stockwerk (18. Jahrhundert) bis vor einigen Jahren ein Hotel beherbergte. Heute sind hier Appartements eingerichtet. Rechts sehen wir jenseits der Brücke die Klostermühle (1675) und dahinter das ältere Brauhaus (1510), beide Gebäude dienen jetzt als Restaurant. Unser Weg führt jedoch zunächst durch den Torbogen des Bursenbaus ins Innere des Klosters. Geradeaus kommen wir in den ehemaligen Kreuzgang, den heutigen Kriegsopferfriedhof. Unser Blick fällt zunächst auf den großen Ostbau mit dem ehemaligen Schlafraum der Mönche (Dormitorium) im Obergeschoss und dem frühgotischen Kapitelsaal darunter. Im Norden begrenzt das Langhaus der Kirchenruine den Kreuzgang. Das »Mönchsportal« in der nordöstlichen Ecke führt direkt in die Kirche, es ist heute aber verschlossen.

Um die Kirchenruine zu besichtigen, entrichten wir am Drehkreuz links vom Eingang zum Kriegsopferfriedhof einen kleinen Beitrag zur Erhaltung des Klosters, gehen die kurze »Konversengasse« entlang und betreten die Kirche durch das »Laienportal«. Wir stehen nun im südlichen Seitenschiff, über uns sind nur noch die Gurtbögen des ehemaligen Gewölbes zu sehen. Auf der anderen Seite des Mittelschiffs, im nördlichen Seitenschiff, ist der Gedenkstein für Johann von Linden und seine Frau Guda von Bellersheim an der Wand befestigt. Wir gehen im Mittelschiff weiter nach Osten und in der Vierung, dort wo Mittel- und Querschiff sich kreuzen, liegt der Schlussstein des früheren Gewölbes. Links gelangen wir zum ehemaligen Friedhof der Mönche, heute Gemeindefriedhof. Rechts führt uns eine Treppe hinauf zum Dormitorium, wo wechselnde Ausstellungen gezeigt werden. Oder wir lassen die Treppe rechts liegen, verlassen die Kirchenruine durch die Reste des Querschiffs und folgen dem Pfad an der Wand des Ostbaus zum Eingang des Mönchsaals. Er dient heute als Konzertsaal und bietet zudem eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Klosters.

Abteigebäude
Abteigebäude und Prälatenbau

Zurück am Drehkreuz gehen wir geradeaus am Bursenbau entlang. Nach einigen Schritten liegt rechts der Eingang zur Galerie des Arnsburger Künstlers Peter Seharsch. Durch den Torbogen verlassen wird den inneren Bereich des Klosters. Links können wir nun einen Blick auf Abteigebäude (1745) und Prälatenbau (1727) werfen, noch etwas weiter hinten steht verdeckt der Küchenbau (1747). Die Gebäude sind bewohnt und nicht öffentlich zugänglich. Wir gehen einige Schritte weiter und jenseits des kleinen Baches liegt vor uns der Marstall und rechts auf der anderen Straßenseite ein Treppenturm, letzter Rest der Schmiede (1693). Rechts am Marstall vorbei überqueren wir die Wetter und folgen der Straße nach Süden. Hinter der Hecke liegt der ehemalige Barockgarten, an seinem südlichen Ende steht in der Mittelachse das Gartenhaus des Abtes (1751). Es ist ebenfalls bewohnt. Vorbei am Gartenhaus erreichen wir die Klostermauer. Auf einem gut anderthalb Kilometer langen Weg können wir außen an der Mauer entlang das gesamte Klosterareal umrunden. Wenden wir uns nach links, dann kommen wir bald zum »Roten Tor« – hier führte die alte Straße von Muschenheim nach Arnsburg hindurch. Oder wir wenden uns nach rechts, dann überqueren wir bald die Wetter und könnten hinter der Brücke den Weg an der Klostermauer kurz verlassen und nach links abbiegen, um einen Abstecher zur Ausgrabungsstätte der alten Arnsburg zu machen.


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pdfLageplan des Klosters herunterladen

Der Lageplan basiert auf der Karte von I, Presse03, CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.


© Freundeskreis Kloster Arnsburg e.V., 2017